Kein Besichtigungstourismus mehr

Haus- und Wohnungsbesichtigungen sind zeitraubend und anstrengend – sowohl für Eigentümer als auch für Interessenten. Beide müssen meistens Termine nach der Arbeit finden oder ihre spärliche Freizeit am Wochenende dafür opfern. Für den Eigentümer ist es besonders schwer, wenn er auch noch Massen von Interessenten durch sein Heim führen muss.

360-Grad-Rundgänge ersparen dem Verkäufer viel Zeit, weil sich damit potentielle Käufer vorauswählen lassen. Der Immobilienverkäufer braucht nur noch diejenigen durch die Wohnung zu führen, die sich wirklich dafür interessieren. Das Ganze funktioniert so:

Wer seine Immobilie für das Verkaufsexposé fotografiert, macht zusätzlich Fotos mit einer 360-Grad-Kamera. Mit dem richtigen Tool, wie beispielsweise von Ogulo, können dann die Aufnahmen online gestellt werden. Interessenten anschließend einen Link, über welchen sie sich das Verkaufsobjekt ansehen können. Egal ob auf dem Smartphone, Tablet oder Desktop-Computer – auf jedem beliebigen Endgerät zu jeder Zeit kann sich der Interessent die Immobilie ansehen. Ähnlich wie bei Google Street View kann er sich mithilfe des Tools online durch die Zimmer bewegen, so wie man sich bei Google Street View durch die Straßen bewegt.

Allerdings sind zunächst nicht alle Räume einsehbar. Wer sich die ganze Wohnung ansehen möchte, muss sich mit seiner Email registrieren. Besichtigungstouristen können so ausgesiebt werden. Und der Verkäufer hat schon die Kontaktdaten seiner Interessenten. Denn nur wer bereit ist, seine Email zu hinterlegen, kommt als Interessent in Frage. Das Tool kann außerdem nachvollziehen, wie sich der Interessent durch die Immobilie bewegt und wie lange er sich in welchen Räumen aufhält. Wer sich das Haus oder die Wohnung nur kurz ansieht, hat vermutlich nicht viel Interesse. Wer dagegen in verschiedenen Räumen virtuell länger verweilt, ist so schon ein qualifizierter Interessent. Außerdem weiß der Verkäufer auf diese Weise, welche Räume den Interessenten am meisten beschäftigen. Dadurch ist er dann für die Besichtigung gut vorbereitet, um Besonderheiten des jeweiligen Raumes hervorzuheben oder eventuelle Mängel zu erklären.

Die 360-Grad-Begehung hat gegenüber Fotos den Vorteil, dass sich Interessenten die Räumlichkeiten besser vorstellen können. Denn bei der Entscheidung für eine Immobilie spielen emotionale und auch praktische Aspekte eine große Rolle. Jeder Interessent hat andere Vorstellungen davon, wie er sich einrichtet und wohlfühlt: Ein junges Paar sieht schon das Babybett im „Arbeitszimmer“ stehen, eine Seniorin möchte da vielleicht lieber Aquarelle malen.

Nach der realen Besichtigung können sich Interessenten die einzelnen Räume nochmal ansehen. Oft beginnen Interessenten hier, die mögliche neue Wohnung schon einmal einzurichten. Das hilft ihnen bei der Entscheidungsfindung. Durch die 360-Grad-Begehung ersparen sich Verkäufer viel Zeit und Aufwand. Und aus Kaufinteressenten werden leichter Käufer.

Möchten Sie sich Besichtigungen ersparen? Kontaktieren Sie uns. Wir kümmern uns darum.

 

 

Fotos: © Richman21

Weitere Beiträge

Immobilienübertragung auf die Kinder – die Lösung im Rosenkrieg?

Geht eine Ehe in die Brüche, gerät meist auch das Haus, in dem bislang Vater, Mutter, Kind(er) unter ein [...]

Neuer Trend: Tiny Houses

Ungebremst ziehen die Menschen nach wie vor in die Städte. Der Wohnraum wird nach wie vor knapper. Und di [...]

Warum Sie auf exzellente Grundrisse nicht verzichten können

Der Grundriss gehört zu den großen Selbstverständlichkeiten in der Immobilienvermarktung. Oft wird die [...]

Wie einigen wir uns, wer nach der Scheidung in der Immobilie bleibt?

Paare, die sich scheiden lassen und ein Eigenheim besitzen, stehen immer vor der Frage: Was machen wir mit [...]

Den Ruhestand durch Immobilienverrentung genießen

Die Rente der Deutschen wird immer knapper. Für viele Senioren reichen die staatlichen Zahlungen gerade m [...]